Weniger Vielfalt durch saisonale Produkte wird mehrheitlich akzeptiert

Ältere stimmen deutlich häufiger zu

21.04.2026
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Symbolbild

Konsumentinnen und Konsumenten im DACH-Raum empfinden ein saisonal bedingt kleineres Lebensmittelangebot mehrheitlich nicht als Einschränkung. Ältere Menschen akzeptieren eine reduzierte Auswahl deutlich eher als jüngere. Im Alltag scheitert die konsequente Umsetzung häufig an der praktischen Handhabbarkeit. Dies zeigt eine aktuelle Studie der ZHAW.

Saisonalität ist für viele der Befragten ein wichtiger Orientierungspunkt und wird beim Einkauf häufig berücksichtigt. Im Alltag verliert sie jedoch an Verbindlichkeit – insbesondere dann, wenn ganze Mahlzeiten saisonal gestaltet werden sollen. Wissen über saisonale Lebensmittel ist zwar vorhanden, reicht aber allein nicht aus, um entsprechendes Verhalten konsequent umzusetzen. An der Befragung im November 2025 nahmen insgesamt 3’001 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Offenheit gegenüber kleinerer Auswahl im Gemüseregal

Ein stärker saisonal ausgerichtetes Lebensmittelangebot wird mehrheitlich positiv oder neutral bewertet. Viele Konsumentinnen und Konsumenten trauen sich zu, auch mit eingeschränkter Auswahl abwechslungsreich zu kochen. In einer direkten Abwägung bevorzugt eine deutliche Mehrheit sogar eine reduzierte Auswahl zugunsten saisonaler und regionaler Produkte. Entscheidend ist die Alltagstauglichkeit: «Wer weiss, wie man mit saisonalen Lebensmitteln kocht und plant, akzeptiert eine kleinere Auswahl deutlich eher», sagt ZHAW-Studienleiterin Pia Furchheim. Die Studie zeigt zudem einen Alterseffekt: Ältere Menschen akzeptieren eine geringere Auswahl bei saisonalen Lebensmitteln deutlich eher als jüngere (87.6 Prozent bei über 60-Jährigen vs. 69.9 Prozent bei 18- bis 39-Jährigen).

Klare Orientierung elementar für Umsetzung im Alltag

Für eine stärkere Verankerung saisonaler Ernährung braucht es vor allem praktische Orientierung im Alltag. Befragte wünschen sich eine klare Kennzeichnung saisonaler Produkte, transparente Kommunikation bei Nichtverfügbarkeit sowie einfache Hilfestellungen für Einkauf und Planung. Die Bereitschaft zur Veränderung ist vorhanden – entscheidend ist, wie gut sich saisonale Ernährung im Alltag umsetzen lässt. «Für Handel und Kommunikation ergibt sich daraus ein klarer Auftrag», bewertet Furchheim die Ergebnisse.

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