IAB-Arbeitsmarktbarometer erhält einen Dämpfer
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im März gegenüber dem Vormonat um 0,8 Punkte gefallen. Nach vier Verbesserungen in Folge gab es damit erstmals wieder einen Dämpfer. Dennoch liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 101,8 Punkten weiter auf gutem Niveau.
IAB-Arbeitsmarktbarometer
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
Der Ausblick für die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit in den nächsten drei Monaten sei überwiegend positiv, erklärte das IAB am Donnerstag in Nürnberg. „Die Arbeitsagenturen gehen von einem moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit aus, sind aber etwas weniger optimistisch als im Februar“, so Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen".
Zuletzt hatte sich auch die positive Stimmung in der Wirtschaft im Zuge des Konflikts in der Ukraine etwas eingetrübt. Am deutschen Arbeitsmarkt seien die Aussichten dennoch gut: „Die Arbeitslosen werden von dem Job-Boom in Deutschland stärker profitieren als im letzten Jahr“, sagte Enzo Weber. „Es gibt allerdings auch strukturelle Probleme wie den hohen Anteil Geringqualifizierter und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit.“
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten. Der Indikator bezieht sich auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).
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