BDSI zeichnet erfolgreiche Absolventen des süßwarenspezifischen Zollrechtslehrgangs aus
Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) zeichnete auf seiner gestrigen Sitzung des Außenhandelsausschusses mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe die besten Absolventinnen des fachspezifischen Zollrechtslehrgangs in der Süßwarenindustrie aus.
Die besten Absolventinnen des Abschlussjahrgangs 2014 sind:
- Claudia Kippelt, Sula GmbH, Metelen
- Christina Werner, Hanns G. Werner GmbH + Co. KG, Tornesch
„Die zollrechtliche Exportabwicklung stellt eine hohe Herausforderung für die Unternehmen dar, die zudem mit großen Haftungsrisiken verbunden ist“, unterstreicht Holger Werner, Vorsitzender des Außenhandelsausschusses und Mitglied des BDSI-Präsidiums. „Der Fernlehrgang bietet den Süßwaren- unternehmen die einmalige Möglichkeit, ihre Mitarbeiter fachgerecht und intensiv zu schulen, ohne dass diese im betrieblichen Ablauf fehlen.“
Seit dem Jahr 2012 führen der BDSI und seine Exportfördergesellschaft German Sweets e.V. als bislang erste und einzige Branche der Ernährungsindustrie gemeinsam mit der Außenwirtschafts-Akademie in Münster (AWA) für ihre Mitgliedsunternehmen einen eigens entwickelten Fernlehrgang zum Zollrecht durch. In dem modular aufgebauten sechsmonatigen Fernlehrgang werden u.a. Ein- und Ausfuhrabwicklung, Zolltarif und Zollwert, Präferenzen und Vorzugsbehandlung, Grundlagen des Umsatzsteuerrechts sowie Verknüpfung von Zoll und Umsatzsteuer behandelt. Der Fernlehrgang Zollpraxis wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Der nächste Zollrechtslehrgang wird Mitte Oktober 2015 beginnen. Die schriftlichen Prüfungen werden im März 2016 stattfinden.
Zum Hintergrund: Der Exporterfolg der deutschen Hersteller von Süßwaren und Knabberartikeln in die Länder der Europäischen Union und in Drittstaaten weltweit setzt umfangreiches Wissen zur Exportabwicklung voraus. So müssen die zuständigen Mitarbeiter in den Unternehmen der Süßwarenindustrie zollrechtliche und umsatzsteuerrechtliche Fragestellungen kennen und umsetzen können. Darüber hinaus nehmen die Anforderungen stetig zu, da jede neue Marktöffnung und jedes neue Handelsabkommen auch wieder neue Herausforderungen bei der Exportbearbeitung bedeutet.
Seit vielen Jahren steigen die Exporte deutscher Süßwaren und Knabberartikel kontinuierlich an. Lag der Wert der ausgeführten Produkte in den 1970ern bei rund 500 Mio. €, sind es nunmehr über 6 Mrd. € bei einer Exportquote von mengenmäßig 47 % im Jahr 2013. Dieser Erfolg hat viele Ursachen: So führen die Innovationskraft und das Qualitätsbewusstsein der Unternehmen, die Einsatzbereitschaft und die Kreativität der Mitarbeiter und die hohe Wettbewerbsfähigkeit dazu, dass sich die deutschen Unternehmen im Ausland gut positionieren können. Hinzu kommt die jährlich stattfindende Internationale Süßwarenmesse als Exportplattform auf deutschem Boden. Charakteristisch für Deutschland ist dabei, dass an dem Exporterfolg gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen einen großen Anteil haben.
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