Der Kohlenstoff-Fußabdruck der Milchproduktion ist möglicherweise größer als gedacht

23.04.2026
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Die Viehwirtschaft verursacht einen erheblichen Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen. Einer neuen Studie zufolge könnte der Kohlenstoff-Fußabdruck von Milch erheblich größer sein als gemeinhin berechnet, wenn auch der aus dem Boden freigesetzte Kohlenstoff berücksichtigt wird.

Wenn über die Auswirkungen von Milch auf das Klima diskutiert wird, richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf die Methanemissionen der Kühe. Veränderungen des in der organischen Substanz des Bodens gespeicherten Kohlenstoffs werden bei der Bewertung des Kohlenstoff-Fußabdrucks auf Betriebsebene nur selten berücksichtigt, da eine standardisierte Berechnungsmethode noch umstritten ist. Eine Studie der Universität Helsinki und des Finnischen Meteorologischen Instituts zeigt, dass Veränderungen im organischen Kohlenstoffbestand des Bodens eine Schlüsselrolle für den Kohlenstoff-Fußabdruck der Milchproduktion spielen können.

In der Studie wurde untersucht, wie sich Veränderungen des organischen Kohlenstoffbestands im Boden auf den gesamten Kohlenstoff-Fußabdruck der Milcherzeugung auf dem Viikki-Forschungsbetrieb der Universität Helsinki auswirken, und zwar auf Feldern mit Gras- und Getreidefruchtfolge. Die Berechnungen stützten sich auf die Ökobilanz, eine Methode, bei der die Umweltauswirkungen eines Produkts berechnet werden, indem jeder Schritt seiner Herstellung, vom Anbau des Viehfutters bis zur Güllewirtschaft, untersucht wird.

Berechnungsmethode beeinflusst den Kohlenstoff-Fußabdruck entscheidend

Die Forscher verglichen drei verschiedene Methoden zur Berechnung von Kohlenstoffveränderungen im Boden und stellten fest, dass jede Methode zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt. Die einfachste Methode, der IPCC-Standardwert der Stufe 1, unterschätzte die Emissionen deutlich im Vergleich zu detaillierteren Feldmessungen und Kohlenstoffmodellen.

In der Studie wurde eine Besonderheit des nördlichen Klimas festgestellt. Wiederholte Frost-Tau-Zyklen während des Winters schädigten das Gras, was das Wachstum schwächte und die Menge des im Boden gebundenen Kohlenstoffs verringerte. Es wird erwartet, dass der Klimawandel unvorhersehbarere Auswirkungen wie Frost und Trockenheit mit sich bringen wird, was die Fähigkeit der Felder, als Kohlenstoffspeicher zu fungieren, weiter schwächen könnte.

Auf Grünland war die Menge des aus dem Boden in die Atmosphäre freigesetzten Kohlenstoffs beträchtlich, wenn das Graswachstum geschwächt war. Wurde das Gras jedoch in Getreide umgewandelt, stieg der Verlust auf fast das Fünffache an. Wenn die Bodenemissionen in die Gesamtzahlen für die Milchproduktion einbezogen wurden, war der Kohlenstoff-Fußabdruck um 41 Prozent höher als bei Bewertungen, die die Kohlenstoffveränderungen im Boden nicht berücksichtigten.

"Grasland, das als Viehfutter genutzt wird, kann entweder Kohlenstoff im Boden binden oder in die Atmosphäre abgeben. Die unterirdische Biomasse von Gras ist eine wichtige Quelle für die Kohlenstoffbindung im Boden. Deshalb ist die Kohlenstoffbilanz eines Feldes Teil des Kohlenstoff-Fußabdrucks der Milch, auch wenn sie normalerweise nicht in die Berechnungen einfließt", sagt Postdoktorandin Yajie Gao von der Fakultät für Land- und Forstwirtschaft der Universität Helsinki. "Der Boden ist eine lebende Kohlenstoffbank, und ohne ihn zu berücksichtigen, können wir keine ehrliche Bewertung der Klimaauswirkungen der Lebensmittelproduktion vornehmen", so Gao weiter.

"Ein multidisziplinärer Ansatz, der Bodenkunde, atmosphärische Messungen und Umweltbewertungen kombiniert, ist für eine ehrliche Bewertung der Auswirkungen unseres Lebensmittelsystems unerlässlich. Die Studie ermöglicht es den Landwirten, von allgemeinen Nachhaltigkeitsansprüchen zu einem datengestützten Management überzugehen", sagt Forschungskoordinatorin Marja Roitto von der Fakultät für Land- und Forstwirtschaft der Universität Helsinki. "Wenn die wahren 'Kohlenstoffkosten' des Bodens bekannt sind, können standortspezifische Lösungen zur Reduzierung der Emissionen entwickelt werden", fügt Roitto hinzu.

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